Mit der Wild-Card auf dem Hersbrucker Eselrennen 2016

Über Facebook rekrutierten wir Ralph, Benny, Thomas und Helmut für eine nicht ganz alltägliche Aufgabe: Als Eselführer auf dem 36. Hersbrucker Eselrennen. Für die waschechten Franken ging mit der Team-Wild-Card für das wohl traditionsreichste Eselrennen Deutschlands ein kleiner Traum in Erfüllung. Die nötige Fitness brachten die passionierten Cross-Läufer mit an den Start. Und die konnten Sie auch gut gebrauchen.

Denn nicht umsonst bedenkt der Volksmund sture Menschen mit dem Vergleich „störrisch wie ein Esel“. Wenn der Esel nicht laufen will, dann will er nicht. Das wissen unsere vier Wild-Card-Läufer seit gestern Nachmittag nur zu genau. Dabei hatte doch alles so gut begonnen mit dem braven Esel Max von der Kerl’s Ranch.

Die Familie Kerl hatte unserem Wild-Card-Team den genauso routinierten wie gemächlichen 15-jährigen Langohr Max zur Verfügung gestellt. Vor zwei Jahren hatte Max beim Hersbrucker Eselrennenes sogar aufs Treppchen geschafft. Ein guter zweiter Platz hinter dem fast schon legendären Seriensieger Dijango Nikolaus aus Kaltendorf. „Am Esel kann es nicht liegen“, baute Herr Kerl gleich zu Beginn schon mal Druck auf unsere Eselrennen-Quereinsteiger auf.

Am Vormittag des Rennens traf unser Wild-Card-Team um Kapitän Ralph dann im SIG Sportpark des 1.FC Hersbruck auch erstmals auf Esel Max. Und ein paar Karotten und Streicheleinheiten später waren jegliche Vorbehalte auf beiden Seiten ausgeräumt. Erste zaghafte gemeinsame Gehversuche wurden auf dem angrenzenden B-Platz ausprobiert und klappten gleich recht gut. Das Rennen konnte kommen. Und das tat es auch. Und zwar viel zu schnell!

Das Losglück meinte es nicht gut mit unserem wackeren Wild-Card-Team. Gleich im ersten Rennen mussten sie mit Max gegen Django Nikolaus antreten. Der Esel, der eigentlich Rennpferd hätte werden sollen. Drei Mann waren nötig, um Django vor dem Startschuss hinter der Startlinie zu halten. Als das Signal zum dann ertönte, zischte er auch gleich los wie Django unchained. Da war nichts zu machen. Aber nur dabei sein, war den Jungs und Max zu wenig. Immerhin hatten Sie ja noch die Chance besser als drei andere Esel abzuschneiden.

Nach einem schweißtreibenden Rennen mit viel Gezerre und Geschiebe schaffte unser Wild-Card-Team dann auch die Sensation: Nicht Letzter! Hut ab vor Ralf, Benny, Thomas und Helmut. So ganz ohne Erfahrung mit dem Esel gegen Konkurrenten, die zum Teil mehrere Monate im Vorfeld mit den Tieren trainieren. Der vorletzte Platz war  gleichbedeutend mit der Qualifikation für den Hoffnungslauf. Und auch dort ließen sich unsere absoluten Beginner nicht düpieren und errangen erneut den vorletzten Platz.

Ausgepowert und glücklich stießen die vier Läufer dann noch mit einem kühlen regionalen Bierchen auf ihr erstes Hersbrucker Eselrennen an. Für den guten Max gab es eine saftige Karotte. Immerhin erfüllt man sich nicht jeden Tag einen fränkischen Traum.

Benjamin Jung

 

Benny Jung
Referent für Social Media

 

 

 

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