Der GOLDENE RING macht’s möglich: Weltmeister Lisa Zimmermann und Kevin Korona zu Gast in der Sparkasse

Der GOLDENE RING macht’s möglich: Free-Ski-Weltmeisterin Lisa Zimmermann und Bob-Weltmeister Kevin Korona besuchten das Sparkassen-Gebäude in der Marienstraße für einen kurzen Talk mit der Nürnberger Presse. Unser stellvertretendes Vorstandsmitglied Dr. Michael Kläver hieß die beiden Topathleten herzlich willkommen und erläuterte in der Talkrunde unsere enge Verbindung zu Nürnbergs Sportförderinitiative.

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Der GOLDENE RING zu Gast bei der Sparkasse Nürnberg: Unser stellvertretendes Vorstandsmitglied Dr. Michael Kläver mit Free-Ski-Weltmeisterin Lisa Zimmermann, Bob-Weltmeister Kevin Korona und GOLDENER RING-Vorstand Dr. Jürgen Franzke.

Es hatte mich und meine Vorstandskollegen beim GOLDENEN RING e.V. ein gutes Stück Arbeit gekostet, die beiden Topsportler an diesem trüben Tag im November nach Nürnberg zu bekommen. Lisa Zimmermann war bereits vor einer Woche in den WM-Winter gestartet. Und wie sollte es anders sein: Die Weltcupsiegerin von 2014 und Weltmeisterin von 2016 gewann auf Anhieb ihren ersten Wettkampf, den Big-Air-Weltcup in Mailand. Kevin Korona, für den in knapp zwei Wochen der Weltcup im Viererbob beginnt, steckt aktuell in der heißen Phase der Saisonvorbereitung. Außerdem waren für die Aufnahme der ersten Wintersportler in die Förderung des GOLDENEN RING e.V. noch einige Bemühungen notwendig:

Nur drei Wochen nach dem Ende der Olympischen Spiele in Rio berief der Vorstand des GOLDENEN RING e.V. ein Expertengremium ein, um die Nürnberger Athleten mit den größten Chancen auf die Winterspiele 2018 in Pyeongchang und die Sommerspiele 2020 in Tokio zu bestimmen. Vertreter aus dem Kreis der Förderer, der Eliteschule des Sports, des SportService Nürnberg und der Nürnberger Sportpresse wählten 14 förderungswürdige Sportler aus der Region aus und brachten sie in ein Ranking. Als Sportreferent bei der Sparkasse Nürnberg gab ich ebenfalls meine Stimmen ab. Wenig überraschend schafften es auch alle elf bisher geförderten Athleten wieder auf die Liste. Mit Lisa Zimmermann und Kevin Korona kamen erstmals zwei Nürnberger Wintersportler in die Auswahl und landeten prompt auf den vorderen Plätzen des Ranking.

Parallel dazu führte der Vorstand des GOLDENEN RING e.V. Gespräche mit den bisherigen Partnern über eine Fortsetzung der Zusammenarbeit. Lange Verhandlungen waren nicht nötig: Neben uns sagten auch die alpha Gruppe, Lebkuchen Schmidt und IPP die gleichen Förderbeträge wie im Olympia-Jahr zu. Mit der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Rödl & Partner und der Brauerei Tucher konnten außerdem zwei weitere namhafte Partner gewonnen werden. Dadurch ist es möglich, nicht nur die Athleten auf den vorderen Plätzen, sondern alle 14 Sportler im Ranking zu unterstützen. Außerdem können die monatlichen Förderbeträge an die Sportler angehoben werden und die Stipendien vorerst unbefristet laufen.

Die Höhe der Zuwendungen an die Sportler wird nun nach einem neuen Modus festgelegt: Sie ist abhängig vom zeitlichen Abstand zu den Olympischen Spielen, für welche eine Teilnahme des jeweiligen Sportlers realistisch ist. Lisa Zimmermann und Kevin Korona, die mit großer Wahrscheinlichkeit bei den Winterspielen 2018 in Pyeongchang dabei sein werden, erhalten monatlich 400 Euro. Alle Sommersportler mit Perspektive für Tokio 2020 werden mit 200 Euro pro Monat unterstützt. Dieser Betrag wird dann zwei Jahre vor den Olympischen Spielen in Japan bei der Aussicht auf eine Teilnahme verdoppelt werden.

Zwei Wintersport-Ikonen bekennen sich zu Nürnberg – auch wegen dem GOLDENEN RING

Auch wenn die Region traditionell keine Wintersport-Hochburg ist, dürfen sich die hiesigen Sportfans über das Bekenntnis der beiden Topathleten zu ihrer Heimat Nürnberg freuen: „Ich wollte schon länger wieder als Nürnberger Sportlerin wahrgenommen werden. Hier bin ich geboren und aufgewachsen und meine Familie lebt noch hier, sagt Lisa Zimmermann, die aktuell dominierende Athletin in ihrer Sportart. Der 20-jährige – die aufgrund der besseren Trainingsbedingungen den Winter meistens in Flachauwinkl in Österreich verbringt – kommt die Förderung durch den GOLDENEN RING dabei sehr gelegen: „Ich bestreite im Jahr bis zu 20 Wettkämpfe auf vier Kontinenten. Der DSV übernimmt die Hälfte der Kosten, für den Rest muss ich selbst aufkommen.“ Die Wettkämpfe wird Lisa Zimmermann ab sofort für die Ski-Abteilung des Post SV Nürnberg bestreiten, eine Förderbedingung die der GOLDENE RING alternativ zu einem Lebensmittelpunkt in Nürnberg fordert.

Auch der 28-jährige Kevin Korona kann die Unterstützung durch die Nürnberger Initiative auf seinem Weg nach Pyeongchang gut gebrauchen: „Um meine 100 Kilo zu halten, muss ich mir privat Nahrungsergänzungsmittel beschaffen und im Athletiktraining gehen schon mal drei bis vier Paar Laufschuhe pro Jahr drauf.“ In den letzten Jahren sammelte er als Anschieber im Vierer-Bob von Weltmeister Maximilian Arndt für den Mitteldeutschen SC Magdeburg Titel wie am Fließband: Weltmeister Viererbob 2015 (Winterberg), Europameister Viererbob 2016 (St. Moritz), Weltcupgesamtsieger 2016. Und das, obwohl der frühere Weitspringer Korona erst im Juli 2013 als Quereinsteiger zum Bobfahren kam. In Zukunft ist Korona Teil des Teams von Nico Walter, das zu den Favoriten im diesjährigen Weltcup und der Weltmeisterschaft im März in Sotschi zählt.

Obwohl Korona Mitglied beim ESV Rangierbahnhof ist, geht er bei Wettkämpfen auch zukünftig für den Mitteldeutschen SC an den Start. Der Grund dafür ist, dass in Nürnberg kein Verein eine Bob-Abteilung hat, wie es der Bob- und Schlittenverband voraussetzt. Für sein Training pendelt der frühere Schüler der Bertolt-Brecht-Schule (Eliteschule des Sports) zwischen mehreren Orten: Am Olympiastützpunkt in Magdeburg absolviert er Techniktraining, in Erfurt-Oberhof Anschubtraining und in seiner Heimat Nürnberg arbeitet er an seiner Athletik. Trotzdem ist Korona in Franken noch immer fest verwurzelt: Nach wie vor studiert er Lehramt auf Realschule (Wirtschaft und Sport) an der Friedrich-Alexander-Universität und verbringt die wettkampffreie Zeit in Nürnberg.

Neu in der Förderung ist auch die 17-jährige Karin Smirnov (Rhythmische Sportgymnastik, ATV 1873 Frankonia).

Erfolgreiches Premierenjahr für den GOLDENEN RING

Damit kann der GOLDENEN RING e.V. auf ein gelungenes Premierenjahr 2016 zurückblicken. Am 21. Januar 2016 startete die Initiative auf der Nürnberger Kaiserburg ihre Mission: Die Olympia-Träume von acht Nürnberger Sportlern sollten mit der Unterstützung von vier regionalen Unternehmen in Erfüllung gehen. Ende April stießen zwei weitere Förderer hinzu und drei weitere Sportler kamen neu in die Förderung.

Bei wichtigen Nürnberger Sportveranstaltungen wie Sport trifft Klassik, der Sportlerehrung 2015, dem EM Public Viewing am Nürnberger Flughafen oder bei den Ice Tigers in der Arena Nürnberg trat der GOLDENE RING in Erscheinung. Im Zeitraum der Olympischen und Paralympischen Spiele in Rio stemmte der GOLDENE RING gemeinsam mit Partner Werk:B Events und der Stadtreklame eine sechswöchige Plakatkampagne mit den drei Nürnberger Olympia-Teilnehmern Rabia und Tahir Gülec sowie Christopher Wesley zur Gewinnung neuer Fördermitglieder. Zumindest Wesley kehrte Ende August mit einer Bronzemedaille aus Rio zurück und ließ seinen persönlichen Olympia-Traum noch einmal wahr werden.

Als Vorstand beim GOLDENEN RING e.V. freue ich mich jetzt schon auf ein spannendes Jahr 2017! Gemeinsam mit der Sparkasse Nürnberg stellen wir die Weichen, damit 2018 zwei Nürnberger Olympia-Träume wahr werden.

 

Benjamin Jung

 

 

Benny Jung
Referent für Sport

 

 

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