Das will ich wissen: Tipps zum Berufsstart

Für rund eine halbe Million junger Menschen in Deutschland hat ein neuer Lebensabschnitt begonnen: Der Start ins Berufsleben. 

Dabei kommt nicht nur mit der Arbeit viel Neues und Wichtiges auf die Auszubildenden zu. Auch beim Thema Finanzen und Versicherungen gibt es einiges, was man jetzt wissen sollte. Wir helfen dabei.

Gehalt

Girokonto: Laut Bundesinstitut für Berufsbildung hat ein Auszubildender im letzten Jahr durchschnittlich rund 854 Euro verdient. Wer mit seinem Ausbildungsgehalt auch bezahlen will, der braucht noch das passende kostenlose Girokonto. Und schon kann mit Karte, bar oder online Geld ausgegeben werden (Lexikon der Bezahlverfahren). 

Beihilfe: Wer trotz Ausbildungsgehalt finanzielle Unterstützung braucht, kann die sogenannte Berufsausbildungsbeihilfe beantragen. Der Online-Rechner verrät wer Anspruch hat und viel Unterstützung gezahlt wird. 

Vermögenswirksame Leistungen: Auch Auszubildende können Vermögenswirksame Leistungen („VL“) erhalten. Ob der Arbeitgeber die „VL“ bezahlt, steht im Arbeitsvertrag, im Tarifvertrag oder in der Betriebsvereinbarung. Aber sparen ist doch gar nicht mehr so lukrativ? Von wegen: Insbesondere hier lohnt sich das Sparen, denn Arbeitgeber und Staat helfen mit! So kann der Chef monatlich bis zu 40 Euro (z. B. auf einen Fondssparplan) dazu zahlen und der Staat legt nochmals bis zu 80 Euro (pro Jahr) Arbeitnehmersparzulage obendrauf. 

Der richtige Schutz

Versichern kann man sich wirklich gegen (fast) alles. Aber es gibt ein paar Dinge, die wirklich essenziell sind. 

Haftpflicht: Sobald man nicht mehr bei den Eltern mitversichert ist (der Zeitpunkt variiert je nach Versicherung), braucht man – für große oder kleine Missgeschicke – eine eigene Haftpflichtversicherung. Der jährliche Beitrag ist relativ günstig, der Schutz, den man dafür bekommt jedoch extrem wichtig. Kommt zum Beispiel eine Person zu Schaden, belaufen sich die Forderungen schnell auf Beträge in 6-stelliger Höhe – was für die allermeisten von uns den finanziellen Ruin bedeuten würde. 

Berufsunfähigkeit: Gerade als Azubi ist der Schutz bei Berufsunfähigkeit eine wirklich sinnvolle Sache. Denn Geld vom Staat gibt es im Ernstfall nur, wenn man bereits fünf Jahre in die Rentenkasse einbezahlt hat. Zudem profitiert man davon, wenn man zum Zeitpunkt des Abschlusses noch jung und gesund ist (günstiger Beitrag!). 

Steuer

Auch die Ausbildungsvergütung unterliegt der Steuerpflicht. Wichtig ist also, dass Auszubildende dem Arbeitgeber ihre Steueridentifikationsnummer, ihr Geburtsdatum sowie ihre Religionszugehörigkeit mitteilen. Darüber hinaus sollte man sich mit seiner Steuererklärung beschäftigen. Denn nur so kann man sich zu viel bezahlte Lohnsteuer zurück holen. Und auch Eltern können unter Umständen, bestimmte Kosten für die Ausbildung ihres Kindes von der der Steuer absetzen. Informieren Sie sich daher also am besten über die verschiedenen Möglichkeiten (z. B. bei Ihrem Steuerberater).

Weitere wichtige Infos rund um den Berufseinstieg haben wir hier für Sie zusammengestellt.

Wir wünschen allen Berufsstartern einen guten Start, eine tolle Zeit und viel Erfolg! 

 

Stephanie Öttl

Referentin Kommunikation

 

 

 

 

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