Christopher Wesley holt Hockey-Bronze in Rio

Christopher Wesley holte gestern mit der Hockey-Nationalmannschaft Bronze bei den Olympischen Sommerspielen in Rio. Nach dem Olympia-Sieg 2012 in London und den Erfolgen bei den Europameisterschaften 2011 und 2013 ist das der nächste internationale Titel für den Hockey-Crack vom Nürnberger HTC. Eigentlich eine Karriere aus dem Bilderbuch, über die jedoch einfach keine Schablone passen mag. Wenn dann höchstens eine mit dem Sparkassen-S…

Er hatte die Chance auf eine weitere Medaille so sehr gewollt: Zahlreiche Zusatzschichten und Extra-Torschuss-Einheiten absolvierte er. Sogar seine Ernährung hatte der mittlerweile 29-jährige Christopher Wesley umgestellt. Alles um noch fitter zu sein und dem Hockey-Nationaltrainer bei der Nominierung der Olympia-Mannschaft für Rio gar keine Wahl zu lassen. Betrachtet man nur seine technischen Fähigkeiten, zählte die Nummer 10 des Nürnberger HTC sicherlich immer schon zu den begnadetsten deutschen Spielern. Einstellung und Trainingseifer hatten die Experten bei Christopher Wesley in jungen Jahren aber häufig für ausbaufähig gehalten.

Die Evolution des Christopher Wesley

Vielleicht war das auch der Grund, warum sein Teamkollege beim NHTC, Max Müller bereits bei den Olympischen Spielen in Peking 2008 die Goldmedaille holte, der oftmals als „schlampiges Talent“ verrufene Christopher Wesley jedoch bis 2012 auf die Goldmedaille warten musste. Max Müller beendete 2014 als Doppel-Olympia-Sieger seine internationale Karriere, „Wes“ – so wie sie ihn beim NHTC nennen – dagegen war noch hungrig. Und er hatte verstanden, was das bedeutet: Harte Arbeit und Entbehrungen. Im Vorfeld der Olympischen Spiele in Rio gab es einen großen Umbruch in der Deutschen Hockey-Nationalmannschaft: Die meisten Spieler von London 2012 wurden aus dem Kader gespült. Nur sechs Spieler verblieben im 16-köpfigen Aufgebot. Und Christopher Wesleys besonderer Einsatz hatte sich gelohnt: Er bekam seinen Platz in der Nationalmannschaft für Rio. Trainer Valentin Altenburg sprach im Vorfeld der Spiele sogar vom „besten Christopher Wesley aller Zeiten“.

Das Sparkassen-S als ständiger Begleiter von Christopher Wesleys Sportkarriere

Der Sportler und Mensch Christopher Wesley ist also gereift. Er hat sich verändert in den letzten zehn Jahren seiner Leistungssportkarriere. Eine Sache ist aber immer gleich geblieben und hat ihn stets begleitet: Das Sparkassen-S. Schon beim Bundesliga-Aufstieg der NHTC Herren im Jahr 2007 spielte der 20 Jahre alte Christopher Wesley – genauso wie sein Kumpel Max Müller – mit dem Schriftzug der „Sparkasse Nürnberg“ auf der Brust. Die großen internationalen Karrieren von Christopher Wesley und Max Müller konnten zu diesem Zeitpunkt wohl nur eingefleischte Hockey-Experten vorhersagen. Seit dieser Zeit sind wir dem rot-weißen Hockey-Club aus dem Nürnberger Südosten als Hauptsponsor treu geblieben.

Aber auch auf dem internationalen Parkett begleitete die Sparkasse den Aufstieg des Nürnberger Hockey-Helden. Als Olympia-Partner Deutschland engagiert sich die Sparkassen-Finanzgruppe bereits seit den Olympischen Spielen 2008 für die Deutsche Olympia-Mannschaft. Bei den Olympischen Spielen in London 2012 staunten Christopher Wesley und Max Müller dann nicht schlecht, als sie bei der Siegesfeier im Deutschen Haus plötzlich auf ein vertrautes Gesicht trafen: Unser Vorstandsvorsitzender, Dr. Matthias Everding, besuchte in seinem Sommerurlaub die Olympischen Spiele und ließ es sich nicht nehmen, den beiden Nürnberger Athleten persönlich zu ihrem Triumph zu gratulieren.

Und auch Wesleys Olympia Jahr 2016 war eng mit der Sparkasse Nürnberg verbunden: Im Januar 2016 gründeten wir gemeinsam mit Max Müller und der Stadt Nürnberg den GOLDENEN RING e.V. Die Initiative fördert die talentiertesten Nürnberger Sportler, damit sie sich Ihren Traum von den Olympischen Spielen erfüllen können. Christopher Wesley gehörte von Beginn an zum elfköpfigen Stipendiaten-Team und freute sich über eine monatliche Förderung von 300 Euro. Geld, das ihm die Vorbereitung auf seine letzten Olympischen Spiele ein paar Prozentpunkte erleichterte.

Im Deutschen Haus in Rio stieß Wesley dann wieder auf das vertraute rote S mit dem Punkt. Und „der beste Christopher Wesley aller Zeiten“ weiß wie eng die Sparkasse Nürnberg mit seiner sportlichen Karriere verbunden ist: Kurz nach seinem Bronze-Triumph schickte er, sichtbar erleichtert, eine Videogrußbotschaft über den Sparkassen-Fanreporter an uns, in der er sich für die Unterstützung bedankte. Nach der eskalierten Siegernacht auf der MS-Deutschland bei den Olympischen Spielen 2012 lief uns beim abschließenden Satz der Botschaft aber ein kleinerer Schauer den Rücken runter: „Ich bin bald wieder da, dann wird gefeiert.“

Der steinige Weg zur Bronzemedaille für Christopher Wesley

Erleichtert darf Christopher Wesley auch sein. Denn der Weg zur erst ungeliebten und dann doch gern gewonnenen Bronzemedaille war ein steiniger: Nach dem 5:2-Debakel im Halbfinale gegen den späteren Turniersieger Argentinien hatten sich die Deutschen Hockey-Herren nochmal für das Spiel um Platz drei motivieren können und in einem engen Match die Niederlande bezwungen: Trotz einer überlegen geführten Partie der Honamas im Hitzekessel Deodoro, konnte erst im Penaltyschießen die Entscheidung herbeigeführt werden. Grund dafür war die fast schon fahrlässige Chancenverwertung der Deutschen Mannschaft. Das Team von Trainer Valentin Altenburg setzte sich am Ende aber mit 4:3 (0:0) durch. Nach 60 Minuten hatte es 1:1 (0:0) gestanden. Martin Häner (42.) glich die schmeichelhafte Führung der Niederlande durch Jorrit Croon (35.) aus.

Das unkonzentrierte Spiel um Bronze passte aber ins Bild, das die Honamas im bisherigen Turnierverlauf abgegeben hatte. Die Vorrunden-Spielen überstand die Mannschaft von Trainer Valentin Altenburg noch ziemlich souverän mit vier Siegen (6:2 gegen Kanada, 2:1 gegen Indien, 2:1 gegen die Niederlande) und einem glücklichen Unentschieden (4:4 gegen Argentinien, mit einem traumhaften Rückhandtor zur zwischenzeitlichen 2:1 Führung durch Christopher Wesley). Im Viertelfinale gegen Underdog Neuseeland drehte die Honamas erst in der letzten Spielminute einen 2:1-Rückstand in ein 3:2. Die Niederlage im Halbfinale gegen Argentinien dokumentierte einfach, dass die Weltspitze im Hockey noch näher zusammengerückt ist.

Unter dem Strich ist die Bronzemedaille also ein großer Erfolg für den deutschen Hockey, für Nürnberg und vor allem für Christopher Wesley selbst. Wir sind schon ein bisschen stolz, dass wir diese sportliche Erfolgsgeschichte aus unserer Region von Anfang an unterstützen konnten. Wir gratulieren ganz herzlich und freuen uns noch auf viele sportliche Highlights von Christopher Wesley beim NHTC – natürlich mit dem Sparkassen-S auf der Brust.

Benjamin Jung

 

 

Benny Jung
Referent für Sport

 

 

 

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