Barbie Forever – Sparkasse Nürnberg unterstützt Forschungen der TH Nürnberg zu Kunststoffen

Kunststoffe sind in fast jedem Alltagsgegenstand zu finden. Auch in Kunst- und Kulturgütern wie beispielsweise Kinderspielzeugen kommen sie vor. Seit Beginn der Herstellung von synthetischen Polymeren ist auch bekannt, dass Kunststoffe typischen Alterungsprozessen unterworfen sind. Prof. Dr. Jens Pesch von der TH Nürnberg (Fakultät für Angewandte Chemie) erforscht mit Konservierungswissenschaftlern die Zusammensetzung und Alterung von Kunststoffen in Kunst- und Kulturgütern. Für sein Forschungsprojekt „Die Barbie – Eine Schönheit kommt in die Jahre“ untersuchte er für das Spielzeugmuseum Nürnberg die Kultpuppe, die schon seit Jahrzehnten ein fester Bestandteil in Mädchenzimmern ist.

Auf dem Foto (v.l.):
Astrid Bergmeister (Leiterin Hochschulkommunikation TH Nürnberg), Karin Falkenberg (Leiterin des Spielzeugmuseums), Beate Treffkorn (Leiterin Unternehmenskommunikation Sparkasse Nürnberg), Prof. Dr. Jens Pesch (Fakultät für Angewandte Chemie TH Nürnberg), Dipl. Restaurator Simon Kunz, Dr. Elena Gómez-Sánchez (Deutsches Bergbau-Museum Bochum)

Mit der TH Nürnberg unterhalten wir schon seit vielen Jahren eine Kooperation zur Förderung von Forschungsprojekten. Jedes Jahr unterstützen wir drei innovative Projekte mit insgesamt 10.000 Euro. Dieses Jahr förderten wir unter anderem die Arbeit von Professor Pesch und seinem Team am Kultspielzeug „Barbie“.

Bei der gestrigen Pressekonferenz im Spielzeugmuseum Nürnberg, erläuterte Professor Pesch den Medienvertretern, interessierten Zuhörern und unserer Leiterin der Unternehmenskommunikation, Beate Treffkorn, den künstlich erzeugten, beschleunigten Alterungsprozess der blonden Dame aus Plastik. Der Professor musste zugeben, dass die Forschungen an der TH Nürnberg das ein oder andere „Opfer“ gefordert hatten: Drei Barbie-Puppen segneten im Dienste der Wissenschaft das Zeitliche. Angesichts der Tatsache, dass im Spielzeugmuseum Nürnberg aktuell 1.800 Barbies „leben“, die nun von den Ergebnissen profitieren, allerdings ein hinnehmbares Opfer. Und noch einen Fun-Fakt erfuhren die Zuhörer: Die älteste Barbie im Spielzeugmuseum stammt aus dem Jahr 1962. Die mittlerweile 55-jährige Dame aus Plastik ist an ihrem roten Badeanzug zu erkennen.

Seit den 1950er Jahren genießt die Barbie-Puppe von Mattel® einen Klassikerstatus und ist es wert, für nachfolgende Generationen erhalten zu werden. Dafür untersuchen Prof. Dr. Jens Pesch von der TH Nürnberg und seine Studierenden zusammen mit Dr. Elena Gómez-Sánchez, Chemikerin im Forschungsbereich Materialkunde des Deutschen Bergbau-Museums Bochum, und Dipl. Restaurator Simon Kunz, Lehrbeauftragter der TH Nürnberg, historische Kunststoffe. Sie versuchen, einen Vergleich zwischen künstlicher und natürlicher Alterung von polymeren Materialien herzustellen.

Ziel der Konservierungswissenschaft ist es, Empfehlungen für eine optimierte Lagerung und Ausstellung gefährdeter Materialien in Museumsobjekten abzuleiten. Auch für andere Museen, in deren Bestand sich Kunst- und Kulturobjekte aus modernen Materialien befinden, könnten die Forschungsergebnisse hilfreich sein. Als großer regionaler Kunstförderer und -käufer könnte auch die Sparkasse Nürnberg aus solchen Forschungsergebnissen der TH Nürnberg einen Nutzen ziehen.

 

 

 

Olga Gomez
Referentin für Bildung

 

 

 

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